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Tim Höfner

Der Neonazi Tim Höfner aus Hoheneggelsen ist bereits 2015 durch seine Beteiligung an Aufmärschen der Partei „Die Rechte“ aufgefallen. Seit 2017 bewegt er sich im Umfeld der JN Braunschweig und scheint seit 2018 Vollmitglied der Jungen Nationalisten zu sein.

Ti m Höfner am 1.5.2019 bei einem NPD Aufmarsch in Dresden
Tim Höfner wird volles Mitglied der JN Niedersachsen am 25.6.2018 in Eschede
Tim Höfner beim Aufmarsch von „Die Rechte“ mit entsprechendem Shirt am 29.8.15 in Goslar

Patrick Weist

Der Neonazi aus der Gemeinde Söhlde ist seit min. 2015 aktiv. In den Jahren 2015/2016 war er Teil der Gruppe „Die Rechte Hildesheim“ und beteiligte sich an verschiedenen Aufmärschen.

Seit 2017 ist er zunehmend im Umfeld der JN Braunschweig aufgefallen und scheint sich dort bis heute an Aktionen der JN Niedersachsen zu beteiligen.

Patrick Weist auf einer Kundgebung der JN Niedersachsen am 3.8.19 in Braunschweig.

 

Patrick Weist bei einer Kundgebung der JN Niedersachsen in Braunschweig am 7.4.2018
Patrick Weist beim Naziaufmarsch am 21.3.2015 in der Hildesheimer Nordstadt
Patrick Weist beim Aufmarsch der Partei „Die Rechte“ am 29.8.2015 in Goslar

Christian Burk

Christian Burk aus dem Stadtteil Moritzberg ist Mitglied der Legion Hildesheim und fällt in Hildesheim insbesondere durch das massenhafte verkleben rechter Sticker auf. Er beteiligte sich in der Vergangenheit an Aktionen der German Defence League und rechten Kundgebungen in Hildesheim.

Von Links: Michael Weiß, Christian Burk, unbekannt, Andreas Rich bei dem Versuch eine Merkel-Veranstaltung zu stören am 11.3.2017

André Goldfuhs

Der Handwerker und Hobbywanderer André Goldfuhs aus Sarstedt ist Mitglied der Identitären Bewegung. In jüngeren Jahren war André in der niedersächsischen Neonaziszene aktiv und besuchte Rechtsrockkonzerte von und für Faschisten. So war er zum Beispiel am 21.08.2010 auf einem Konzert der extrem rechten Band Oidoxie, welches vom Mindener Neonazi Marcus Winter auf dem Hof Nahtz bei Eschede organisiert wurde.



Neben Demonstrationen und Aktionen der Identitären Bewegung, beteiligte sich Goldfuhs auch an der Kampagne "Defend Europe" der Identitären Bewegung. 
Am 12. Mai 2017 haben Mitglieder der IB, darunter Führungskräfte wie Martin Sellner (Wien), Clement Galant (Frankreich) oder Lorenzo Fiato (Italien), auf der italienischen Insel Sizilien das Rettungsschiff Aquarius der Seenotrettungs-NGO "SOS Méditeranée" beim Auslaufen gestört. Andre Goldfuhs war Teil des "Defend Europe"-Teams, welches mehrere Tage auf Sizillien die Kampagne und die Aktion vorbereitete. 
Foto der IB Italien, entstanden im Zuge der Aktion am 13.5.17 auf Sizillien.

Auch in Deutschland beteiligt sich Andre überregional an Aktivitäten, so war er bereits zu Gast im Haus der Identitären Bewegung in Halle sowie auf überregionalen Demos wie am 17.6.17 in Berlin. Auch an Demonstrationen der AfD nimmt er teil, wie zum Beispiel am 18.05.2019 in Sazlgitter.

Andre am 17.6.17 auf einer Demo der Identitären Bewegung in Berlin.
Andre Goldfuhs auf einer Demonstration der AFD in Salzgitter am 18.05.2019.

Pascal Passon

Pascal Passon ist Mitglied der Identitären Bewegung. Der aus Rethen stammende Motorradfahrer trat in der Vergangenheit bei verschiedenen IB Akionen in Niedersachsen auf. Es verschlägt ihn aber auch zu bundesweiten Aktionen, dabei gerne nach Berlin. Hier war er am 27.8.2017 Teil der Klettergruppe, welche das Brandenburger Tor in Berlin besetzten.

Außerdem nahm er an verschiedenen Demonstrationen teil und war dabei stets in Begleitung des IBlers André Goldfuhs aus Sarstedt.
Pascal Passon auf der IB Demo in Berlin. Er war wieder in Begleitung von André Goldfuhs.
 

Phillipp Losse

Der Rechte Phillipp Losse aus der Gemeinde Söhlde beteiligte sich an Aktionen und Demos der Identitären Bewegung.

Losse beim Moderieren des IB Stammtisch Hannover am 31.8.2019
Phillipp Losse vor dem Kriegerdenkmal am Gallberg Hildesheim.

Links: Pascal Passon, Rechts: Phillipp Losse beim Aufmarsch der IB in Berlin am 17.6.2017

Thomas Busche

Der Rechte Thomas Busche aus Borsum (Landkreis Hildesheim) beteiligte sich in der Vergangenheit an Aktionen der Identitären Bewegung in Hildesheim.

Links: Phillipp Losse, Rechts: Thomas Busche bei einer Aktion der IB 2016 in Hildesheim.
3. Von Links: Thomas Busche im Rahmen einer deutschen Delegation der IB auf Frankreichbesuch

 

Paul Sass

Paul Sass aus Sehlde (Elze) war Mitglied der IB Hildesheim. Als Freund von Lars Steinke hat es ihn mittlweile, auch für das Studium nach Northeim in die Nähe von Göttingen gezogen. Zwischenzeitlich hat er in Halle an der Saale studiert und war dort Teil der extrem rechten „Kontrakultur Halle“. Auch auf Nazifestivals lässt er sich blicken. Nähe Infos über ihn auf dem Blog: https://ausgetobt.blackblogs.org/

Paul Sass (Ganz Links) war mit einer Delegation der IB aus Deutschland in Frankreich.
Paul Sass (Rechts) beim Schild und Schwert Nazifestival in Ostritz 21.4.2018
Paul Sass (Mitte) als Orner bei einer AFD Demonstration am 17.6.2018 in Salzgitter

Ruhiges Hinterland? Braunes Hinterland?

Wie bereits angekündigt, hatten wir seit den letzten Berichten weiterhin ein Auge auf das Nazihaus in Almstedt. Doch nicht nur dort, sondern auch in Dörfern wie Söhlde, Diekholzen, Sibesse oder Bockenem scheinen sich Rechte wohl zu fühlen und nutzen die Dorfruhe für Partys, Treffen oder den Betrieb von Versandhäusern. Im Folgenden wollen wir einige Geschehnisse aus der jüngsten und längeren Vergangenheit zusammentragen.

Almstedt:

Hier leben gemeinsam in einem Haus die Familie Hedermann und die Familie Welge, welche die dritte leerstehende Wohnung im Haus als Partyraum für die rechte Szene nutzen. In diesem Jahr spielten dort mehrfach der Reichstrunkenbold, der Liedermacher Gassenraudi aus Braunschweig und der Liedermacher Preußens Standarte.

Links: Joachim Hedermann Mitte: Kevin Bruce Bullinger (Salzgitter) Rechts: Nicole Hedermann

Seit dem letzten Bericht war Johannes Welge erneut auf einigen Demos und Aktionen der extremen Rechten. Auffällig ist, dass Welge mehr im Ruhrgebiet in Erscheinung tritt und in der lokalen Naziszene eher unbeliebt ist. Dies dürfte an seiner guten Beziehung zum Kölner Neonazis Jan Fartas liegen, wohingegen Dieter Riefling oder die JN Braunschweig anscheinend nicht gut auf Welge zu sprechen sind.

Johannes Welge und Jan Fartas bei einer Nazidemo in Köln 14.1.17
Jan Fartas, Lisa Welge, Johannes Welge beim Tag der deutschen Zukunft in Karlsruhe

 

 

 

 

 

Neben Demos hatte sich Welge in den Kopf gesetzt, die Kameradschaft „Freie Kräfte Niedersachsen Ost“ zu reaktivieren und traf sich diesbezüglich Ende März in Salzgitter Lebenstedt unter dem Motto „Eine Bewegung“. Bei dem Regionaltreffen soll Hannover durch Patrick Illmer, Hildesheim durch ihn selbst, Salzgitter durch Tobias Weiss, Braunschweig durch Markus Jäkel, Gifhorn durch Benjamin Baginski und Wolfsburg durch Martin Schüttpelz vertreten worden sein. Seit März haben sich diesbezüglich aber keine neuen Erkenntnisse ergeben, weshalb dieser Versuch einer Restrukturierung vermutlich gescheitert ist.

Mitte des Jahres 2017, am 8.7., kam es in Almstedt zu kuriosen Szenen. An diesem Abend fand erneut ein Nazizusammentreffen im dritten Stock des Hauses der Fam. Welge und Hedermann statt, bei dem die Anwesenden sich hemmungslos unter dem Motto „Sangriaparty“ betrunken haben und zu Musik der Band „Fremd im eigenen Land“ feierten. Es konnte beobachtet werden wie Neonazis mit „Heil Hitler“- Rufen durchs Dorf gelaufen sind und Pyrotechnik zündeten. Nach der Party schien der Heißhunger die Faschisten überkommen zu haben. Die weiteren Geschehnisse lassen sich aus dem Feuerwehrbericht und Augenzeugenberichten rekonstruieren. So kam es in der Nacht zu einem Wohnungsbrand im Stock der Familie Hedermann, der die gesamte örtliche Feuerwehr auf den Plan rief und sogar den Bürgermeister veranlasste nachts um 3 Uhr dem Nazihaus einen Besuch abzustatten. Anscheinend ist eine völlig betrunkene Person beim Kochen eingeschlafen und hat so den Brand entfacht. Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen, bevor es sich auf die weiteren Bereiche des Hauses ausbreitete. Außerdem haben die Kameraden im Eifer des Gefechts ganz vergessen, dass noch ein schlafender Faschist im dritten Stock schlummerte. Die Feuerwehr hat diesen durch Einsatz von Wärmebildkameras finden können. Die Wohnung soll nach dem Brand unbewohnbar sein, sodass die Familie bei den Nachbarn untergekommen zu sein scheint.

Mittlerweile wird das Haus jedoch wieder regulär von Faschisten als Partylocation genutzt, zuletzt von der Gruppe „Angriff Niedersachsen“. So gab es am 14.10.17 ein weiteres Konzert mit circa 30 anwesenden Gästen. Welge wurde beobachtet, wie er bereits um 18:30 sichtlich angetrunken die ersten Gäste mit Hitlergruß begrüßte. Es spielte erneut der „Reichstrunkenbold“ sowie „Kevin/Brigade 88“.

Einladungsflyer zum Balladenabend

Aus dem Haus hallten noch bis tief in die Nacht Parolen wie „Sieg Heil“, „Deutschland den Deutschen“ oder „Juden raus“. Johannes Welge wurde an diesem Tag bereits nachmittags am Hildesheimer Hauptbahnhof gesichtet und dabei beobachtet, wie er mit dem Neonazi und Saufkumpanen Jens Wolpers über eine Musikbox Rechtsrock hörte.

Söhlde:

Am 28. Januar 2017 feierte der Neonazi Martin Schüttpelz seinen Geburtstag zusammen mit dem Braunschweiger Neonazi Felix Hauschild in der Gemeinde Söhlde nach. Es waren ca. 80 Personen aus Niedersachsen und umliegenden Bundesländern vor Ort. Es spielten die Liedermacher „Kommando Freisler“ (Solo) sowie die Liedermacher „Tobias“ und „Piatmar“.

Söhlde und umliegende Ortschaften sind auch die einzigen Orte im Landkreis Hildesheim, in denen zu den Bundestagswahlen Plakate der NPD aufgehangen wurden. Insbesondere vor der dortigen Flüchtlingsunterkunft wurden zahlreiche rassistische Parolen plakatiert.

Die Facebookseite „Nachbarschaftshilfe Söhlde“ wird laut Impressum von dem Neonazi Tim Höffner betrieben. Hier werden rassistische Ressentiments geschürt und versucht, ein völkisches Dorfleben als etwas erstrebenswertes zu verkaufen.

Links: Patrick Weist, Tim Höfner, Martin Schüttpelz bei einer Kundgebung der NPD a 4.4.17 in Salzgitter
Rechts im Bild mit „Die Rechte Hildesheim“ T-Shirt und Schwarz-Weiß-Roter Fahne – Tim Höffner. Außerdem v.R. Lisa „Erwin“, Daniela Bliesener, Jens Wiedemann, Dominic Weidner, Martin Schüttpelz

 

 

 

 

 

 

 

Holle/Baddeckenstedt:

Hier veranstalteten Neonazis aus Niedersachsen am 19.11.2017, dem Volkstrauertag, eine geschichtsrevisionistische Kundgebung. Über diese Aktion ist bisher wenig bekannt und wir würden uns über Zuschriften freuen.

Kommentar der Aktionsgruppe Hannover

Diekholzen:

In Diekholzen unterhält Bertino (Tino) Adler einen Onlineversand der extremen Rechten. Zu dieser Erkenntnis kommt auch der Verfassungsschutz alljährlich, besonders viel ändern tut sich an der Situation seit Jahren jedoch nichts.

Bertino „Tino“ Adler

Am Rande eines Waldstückes liegt eine alte Villa, welche sich Adler Anfang des Jahrhunderts kaufen konnte, nachdem er im Lotto gewann. Seit 2005 unterhält er den „Adler-Versand“, einen Onlinehandel, in dem es von Sleipnir, über Kategorie C und vielen Grauzonen- und Rechtsrockbands, alles gibt was ein Naziherz begehrt. Uns sind auch Treffen von der „German Defence League“ in Adlers Domizil bekannt. Zu Adlers genauen Aktivitäten in der „German Defence League“ und deren Aktivität in Hildesheim berichten wir an dieser Stelle nicht, dies würde den Rahmen sprengen.

Sibesse:

Bei einer Antifa-Dorftour 2010 wurde sowohl in Diekholzen demonstriert, als auch die Ortschaft Sibesse angefahren, um dort den Nordwelt-Versand in die Öffentlichkeit zu rücken. Seit 1999 betreibt Oliver Bode diesen Laden mit Versand. Jener war seines Zeichens einmal Vorsitzender des Hildesheimer Kreisverbandes der „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ und jahrelang in der Nazi-Skinhead-Szene aktiv. Er wurde Ende 1998 mit Jürgen Rieger als Anwalt (Nazianwalt,Schriftsteller der „Artgemeinschaft“ u. Ehm. Landesvorsitzender NPD Hamburg) wegen Volksverhetzung verklagt. Auch wenn in seinem Versand vorwiegend alles mögliche für Hobby Vikinger und Germanen verkauft wird, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Auswahl. Ob Bücher von Jürgen Rieger, „Klagt nicht Kämpft“-Souvenirs (Losung der Wehrmachtsfallschirmjäger) oder gar Waffen wie Armbrüste, Teleskopschlagstöcke oder Messer, kommen auch Neonazis hier auf ihre Kosten.

Bockenem:

Einem sehr ähnlichen Gewerbe gingen bis 2008 auch die Neonazis Axel Buchheister und Dirk Niebur nach, indem sie aus Bockenem heraus den e-ok-versand betrieben. Große Bekanntschaft haben die beiden gewonnen, nachdem sie im November 2008 gemeinsam mit Mario Messerschmidt mehrere schwere Straftaten begangen hatten. So gestanden die drei Neonazis damals vor Gericht einen Geburtstag in der Nachtbar „Strip“ gefeiert zu haben. Als einer der Neonazis in das Treppenhaus der Bar urinierte, entfachte sich ein heftiger Streit mit dem Kampfsporterprobten Besitzer der Bar. Im Handgemenge nahm sich Mario Messerschmidt eine abgesägte Pumpgun zur Hilfe und feuerte eine Schuss ab, der vom Barkeeper durch einen Schlag gegen den Gewehrlauf abgewehrt werden konnte. In Folge dessen mussten die Neonazis eine Tracht Prügel einstecken und rächten sich, indem sie an einer nahgelegenen Tankstelle Benzin mit Kreditkartenzahlung auf den Namen Niebur kauften und daraus zwei Molotowcocktails bastelten. Diese wurden an die Fassade der Bar geschleudert und entfachten einen Brand, welcher noch rechtzeitig gelöscht werden konnte. Das Trio musste eine Haftstrafe absitzen. Organisiert waren die drei Ne

Dirk Niebur beim Prozess 2008

onazis damals in der Kameradschaft Northeim. Des Weiteren betrieben Axel Buchheister und Dirk Niebur von Bockenem (Landkreis Hildesheim) aus den sogenannten „e-ok-versand.eu“. Mittlerweile ist nur noch Niebur als Inhaber angegeben. Über weitere Informationen zur (aktuellen) Aktivität von Buchheister und Niebur würden wir uns über Email freuen.

 

Zusammenfassend halten wir es für notwendig, faschistische Aktivitäten auch im Umland offenzulegen und zu bekämpfen. Für ersteres freuen wir uns immer über Infos und Tipps, welche uns an die hinterlegte Emailadresse geschickt werden können. 

Wir behalten die Situation auch weiter im Auge und freuen uns auf eure Mithilfe!

Keine Nazis in der Kreisliga?

Beim Spiel der Hildesheimer Kreisliga zwischen dem VfB Bodenburg und Concordia Hildesheim am 3.09.17 kam es zu einem Spielabbruch, der durch rassistische Äußerungen provoziert wurde. Der Verein Concordia Hildesheim hat Vereinsmitglieder aus verschiedenen Herkunftsländern und Religionen. Dass Fußballspieler, die nicht ins rassistische Weltbild passen, auf den deutschen Sportplätzen besonders in den unteren Ligen oft angefeindet und beleidigt werden, ist leider keine Seltenheit. Auf den Sportplätzen trifft sich jedes Wochenende ein Querschnitt der Gesellschaft, den die Faszination Fußball vereint. Dass es bei dem Sport oft hitzig zu geht, ist bekannt, doch auch rassistische Ressentiments werden hier oft besonders scharf geäußert.

So geschehen beim oben genannten Spiel. Weil wir selbst nicht auf dem Platz waren, wollen wir den genauen Ablauf des Spielabbruchs nicht rekonstruieren. Was sich aber genau nachlesen lässt, sind die (teilweise offiziellen) Reaktionen im Netz. Der VfV Bodenburg beteuert in einer Stellungnahme kein Verein für Rassismus und rechte Hetze zu sein. Was sich ja daran ausschließe, dass man selbst Geflüchtete im Verein spielen lasse. Im Folgenden wollen wir nun anhand eines Beispiels vorstellen, dass sogar teilweise Neonazis sich in solchen Verein durchaus wohlfühlen können und Vorfälle wie oben genannt nicht vom Himmel fallen.

Phillip Meibaum, Betreuer der zweiten Herren vom VfB Bodenburg, war früher in der Hildesheimer Neonaziszene aktiv. Auch heute scheint er die Ideologie weiter zu verfolgen, was anhand von Taten und Äußerungen nachzuvollziehen ist. Phillip Meibaum war vor einigen Jahren im Umfeld von Dieter Riefling in extrem Rechte Aktionen in Hildesheim involviert. Als Beispiel sei hier eine Störaktion von Faschisten am 20.05.2010 genannt, bei der, am Rande einer Infoveranstaltung im Gewerkschaftshaus Hildesheim, Neonazis um Dieter Riefling provozieren wollten. Mit von der Partie war, neben weiteren einschlägig bekannten Neonazis, auch Phillip Meibaum.

Störaktion von Neonazis gegen eine Gewerkschaftsveranstaltung 2010

Am 25.2.2012 kam es deutschlandweit zu Demonstrationen gegen das Acta-Abkommen welches Freiheitsrechte einschränken sollte. Neben einer linken Demonstration kam es an diesem Tag in Hildesheim auch zu einer rechten Demonstration, an der Neonazis aus ganz Niedersachsen teilnahmen und in der Stadt Jagd auf Linke machten, unter ihnen war kein geringerer als Phillip Meibaum.

Auch in der jüngsten Vergangenheit ist er in Hildesheim durch rechte Aktivität auffällig geworden. So verprügelte er im Dezember 2016 einen jungen Antifaschisten in der Kulturfabrik unter Einsatz einer Glasflasche. Auch in den sozialen Medien lassen sich eindeutige Hinweise auf rechte Aktivität und Gedanken feststellen. So posierte er auf Facebook neben Patrick Heise, dem Sänger der rechten Band „Endstufe“ und rechten Hooligans der Hannoveraner Gruppe Royal Riot.

Facebook-Profilbild Paule Meibaum

Auch auf seinem Instagramprofil lässt er gern seine rechte Gesinnung verlautbaren. So kommentiert er ein linkes Spruchband von HSV-Fans mit „Zeckenschweine“.

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